„Mathematik ist die Sprache, auf die alle anderen Wissenschaften zurückgreift, um uns die Welt zu erklären.“ Das klingt pathetisch, entspricht aber der Realität: Keine Chemie ohne Mathematik, keine Physik ohne Mathematik… Und wir an der Schule Strenge möchten den Grundstein legen, um ein umfassendes Mathematikbild zu prägen, das sich nicht nur auf „ausrechnen“ beschränkt.
Mathematik zum Ausprobieren und Entdecken
Ein Baustein hierfür ist ein Ausflug ins MINTarium im dritten Jahrgang. Hierbei machen sich ganze Klassen auf den Weg in die interaktive Mathematikausstellung des MINTariums. Hier erleben die Kinder eine andere Art von Mathematik und das auf spielerische Weise.
Die Kinder können hier an verschiedensten Materialien den Satz des Pythagoras entdecken, Wegoptimierungen erkunden, Bewegungsfunktionen nachspuren, Normalverteilungen entdecken und optische Phänomene mathematisch analysieren.
Dafür fährt jede Klasse des Jahrgangs 3 einen Vormittag ins MINTarium, wo sie nach einer eigenen Erkundungsphase und einer Frühstückspause einige, gezielt ausgewählte Aufgaben bearbeiten und ihre Entdeckungen vorstellen. Durch die Begleitung der Lehrkraft ist es zudem möglich, die dort entdeckten Inhalte in den anschließenden Unterricht zu integrieren und vertieft darauf einzugehen.
Warum nicht einfach ein Arbeitsheft?
Wir halten es für ungemein wichtig, dass die Kinder neben unserem Unterricht auch diese Art der Mathematik kennenlernen und verstehen, dass selbst die kleinsten Knobeleien häufig einen Funken Mathematik enthal
Känguru der Mathematik
Was ist das „Känguru der Mathematik“?
Das Känguru der Mathematik ist ein jährlicher Mathematikwettbewerb am 1. Donnerstag im März. Dieser Wettbewerb ist ein Multiple-Choice-Wettbewerb, der vor allem Freude an der Beschäftigung mit Mathematik wecken. An Mathematik wie sie wirklich ist: Zum Knobeln, zum Ausprobieren, zum Erforschen und mit viel Vorstellungskraft.
Und obwohl es ein Multiple-Choice-Wettbewerb ist, sollte man ihn nicht als einfachen Pen-&-Paper-Test abtun. Die Aufgaben sind anregend, heiter und oft ein wenig unerwartet. Es wird versucht die Furcht vor dem Strengen und dem Trockenen der Mathematik aufgebrochen oder zumindest angekratzt werden. Und wie die Resonanz aus den Schulen zeigt, gelingt dies sehr gut. Vielleicht auch, weil es für viele Teilnehmenden überaus angenehm ist, die gefundene Lösung nicht schriftlich exakt begründen zu müssen. Oder vielleicht, weil dies kein Wettstreit ist, bei dem nur die besten ausgezeichnet werden. Beim Känguru erhalten alle Teilnehmenden eine Urkunde mit der erreichten Punktzahl und einen Erinnerungspreis. Trotzdem steckt auch ein bisschen Wettbewerb im Känguru: Die Besten erhalten Bücher, Spiele, Puzzles, T-Shirts und Reisen in ein internationales Mathe-Camp. Denn das Känguru ist international.
In jedem Jahr besteht das Känguru für die dritten und vierten Klassen aus 24 Aufgaben mit je 5 Antwortmöglichkeiten. Doch nur genau eine ist richtig. Die Aufgaben sind so aufgebaut, dass für einen Teil der Lösungen bereits Grundkenntnisse aus dem Schulunterricht ausreichend ist. Bei einem weiteren Teil wird ein tieferes Verständnis des in der Schule Gelernten und der kreative Umgang damit benötigt. Und eine Reihe von Aufgaben sind allein mit etwas Pfiffigkeit oder gesundem Menschenverstand zu bewältigen. Aber keine Angst, die Mathematik kommt auch hier nicht zu kurz – nur merken das die wenigsten!
So wie in diesem Beispiel:
Die Geschichte des Känguru – Wettbewerbs
Die Idee für diesen Multiple-Choice-Wettbewerb kommt aus Australien (1978) und wurde von zwei französischen Mathematiklehrern nach Frankreich geholt. Und zu Ehren der australischen Erfinder wurde er „Kangourou des Mathématiques“ (Känguru der Mathematik) genannt. Immer mehr europäische Länder wurden für eine Teilnahme gewonnen, und so wurde 1994 der internationale Verein „Kangourou sans frontieres“ (Känguru ohne Grenzen) mit Sitz in Paris gegründet.
Für Deutschland ist der Berliner Verein „Mathematikwettbewerb Känguru e.V.“
mit Sitz an der Humboldt-Universität zu Berlin zuständig. Die Aufgaben sind in
allen teilnehmenden Ländern im Wesentlichen gleich und werden überall am
selben Tag bearbeitet. Der internationale Känguru-Tag ist jedes Jahr der 1. Donnerstag im März. Der Wettbewerb „boomt“, wahrscheinlich weil so viele Schüler daran richtig Spaß haben. In Deutschland nahmen 1995 rund 200 Schülerinnen und Schüler am Känguru-Wettbewerb teil, im vergangenen Jahr waren es über 881.000 Teilnehmende aus über 12.600 Schule und die Schule Strenge war eine von ihnen! (Stand 2025)
Mittlerweile ist das Känguru in Deutschland bereit über 30 Jahre alt. Der Wettbewerb findet 2026 bereits zum 32. Mal statt.
Was macht das Känguru in der Strenge?
An unserer Schule Strenge findet der Känguru-Wettbewerb schon seit ca. 15 Jahren statt. Jedes Jahr nehmen unsere dritten und vierten Klassen teil. Für dieses Engagement hat die Schule schon mehrfach Extra-Preise für den Geometrieunterricht erhalten, wenn der ausrichtende Verein noch Überschüsse aus den Wettbewerbseinnahmen zu verzeichnen hatte.
Der Wettbewerb finanziert sich selbst. Die gesamten Kosten für Vorbereitung, Durchführung, Organisation, Auswertung und Preise muss der Wettbewerb selbst tragen. Hierdurch wird für jeden Teilnehmenden ein Startgeld erhoben (2026 lag dieses bei 2,50 € pro Kind).
Nach dem 1. Donnerstag im März, dem Wettbewerbstag, werden Schulen, Namen, Klassen, Klassenstufen und Antwortbuchstaben der Teilnehmer für die Auswertung online nach Berlin übermittelt. Die Daten werden vom Verein „Mathematikwettbewerb Känguru e.V.“ ausschließlich für die Auswertung des Wettbewerbs verwendet. Dazu gehören die Berechnung der Punktzahlen, die Festlegung der Preisträger, der Druck der Urkunden und Schullisten für die verantwortlichen Lehrer/innen sowie der Versand an die Schulen. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben oder veröffentlicht.
Details zum Datenschutz sind unter www.mathe-kaenguru.de/datenschutz zu finden.
Nach der Auswertung erhält jeder Teilnehmende einen Erinnerungspreis, eine Urkunde und eine ausführliche Aufgaben-Lösungen-Broschüre. An jeder Schule erhält der Teilnehmer mit dem weitesten Kängurusprung (Das ist die längste durchgängig richtige Lösungsserie.) ein T-Shirt. Außerdem gibt es besondere 1., 2. und 3. Preise für Teilnehmende, die sehr viele Punkte erzielt haben. Der Versand der Urkunden, Broschüren und Preise an die Schulen erfolgt ab Mitte April bis etwa Anfang Juni.
In jedem Jahr gelang es bisher einigen unserer Schülerinnen und Schüler dritte, zweite und sogar erste Preise zu erlangen. Die Ehrung und Übergabe dieser Preise findet vor der ganzen Schülerschaft im Rahmen unserer Aulatreffen statt.
Die Mathematik-Olympiade
Was ist die Mathematik-Olympiade?
Die Mathematik-Olympiade ist ein Aufgabenwettbewerb, der für alle Länder der Bundesrepublik Deutschland angeboten wird. Er besteht für die Grundschulen aus insgesamt drei Runden pro Schuljahr und wendet sich an Schülerinnen und Schüler aus Klasse 3 und 4. Die Aufgaben sind in der Regel in den Klassenstufen unterschiedlich, und die Anforderungen wachsen von Runde zu Runde. Aufgabenbeispiele sind den Jahresbänden zum Wettbewerb zu entnehmen, die alle Aufgaben und Lösungen eines Wettbewerbsjahres enthalten. Die Jahresbände sind über den Verein „Mathematik-Olympiaden e.V.“ unter der Internetadresse www.mathematik-olympiaden.de zu beziehen.
Die Aufgaben- und Lösungen werden von den Aufgabenausschüssen des Vereins mit Vertretern aus allen Bundesländern erstellt. Die Durchführung des Wettbewerbs in Hamburg koordiniert das Mathematik-Olympiade Komitee.
Die erste Runde, an der in Hamburg jährlich zwischen 4000 und 6000 Grundschülerinnen und Grundschüler teilnehmen, startet als Hausaufgabenrunde zu Beginn eines jeden Schuljahres. Die Teilnehmenden erhalten die für ihre Klassenstufe erstellten Aufgaben und lösen diese zu Hause. Die jeweils zuständigen Fachlehrerinnen und Fachlehrer korrigieren die Schülerarbeiten nach einer vorgegebenen Lösungsanleitung. Die Ergebnisse entscheiden darüber, welche Teilnehmenden sich für die zweite Runde qualifiziert haben. Die erste Runde sollte bis zu den Herbstferien abgeschlossen sein.
Die zweite Runde wird im November durchgeführt. Die zweite Runde wird als Klausur in der Schule durchgeführt. Wieder korrigieren die zuständigen Fachlehrerinnen und Fachlehrer die Schülerarbeiten. Alle Teilnehmenden, die mindestens 20 Punkte erreicht haben, werden durch die den Wettbewerb koordinierende Lehrkraft an das Mathematik-Olympiade Komitee zurückgemeldet.
Von den gemeldeten Schülerinnen und Schülern bekommen die 400 Punktbesten Ende Januar eine Einladung zur Hamburger Landesrunde.
Die dritte Runde des Wettbewerbs (die Landesrunde) wird am dritten Samstag im Februar zentral in der Louise Schroeder Schule in HH-Altona ausgetragen. In einer zweistündigen Klausur werden dort die Hamburger Landessiegerinnen und Landessieger ermittelt. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten für ihre Leistung eine Urkunde des Schulsenators.
Preisträgerinnen und Preisträger werden außerdem Ende März zur Siegerehrung in die TU HH-Harburg eingeladen.
Die Mathematik-Olympiade an der Schule Strenge
Die Mathematik-Fachlehrkräfte unserer Schule bieten schon seit über 15 Jahren den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, an der Mathematik-Olympiade teilzunehmen. Das Lösen der gestellten Aufgaben erfordert eine hohe mathematische Kompetenz. Regelmäßig schaffen es einige Kinder bis in die Landesrunde und manchmal erzielen sie sogar noch einen Preis.
Und dieses Jahr war besonders erfolgreich! Insgesamt 7 Teilnehmende haben es unter die 101 besten Schul-Mathematiker von Hamburg geschafft und sich damit gegen die etwa 6000 Teilnehmenden der ersten Runde durchgesetzt. Sie haben eine Einladung zur Siegerehrung erhalten. Zusätzlich wurde an einen unserer Schüler ein Sonderpreis für besondere Leistungen vergeben. Damit ist die Schule Strenge dies Jahr eine der beiden erfolgreichsten Schulen bei der Mathematik-Olympiade! Das ist bereits der zweite Sonderpreis für die meisten Preisträger und Preisträgerinnen der Schule. Und wir machen weiter! (Stand 2026)







